Für eine transformative Ernährungspolitik!

Unsere Vision 2030

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Mission

Um die Schweizer Landwirtschaft steht es nicht ganz so gut, wie wir vielleicht meinen. Klimawandel, Preisdruck, Pestizidproblematik oder der Verlust von Bodenfruchtbarkeit und Samenvielfalt. Die Liste von Herausforderungen ist lang, gehandelt wird leider oft zu langsam und zu wenig strikt. Um eine nachhaltige Versorgungssicherheit zu gewährleisten, sind wir auf eine ökologische, regenerative und klimagerechte Landwirtschaft angewiesen. Dabei sind die Begriffe Agrarökologie und Ernährungssicherheit zwei zentrale Forderungen. Die Initiative «Landwirtschaft mit Zukunft» möchte alle Beteiligten zusammenbringen und ihnen die Stimme verleihen, welche schon lange notwendig ist. Dabei ist das oberste Ziel, die Bäuerinnen und Bauern in ihrer Arbeit zu stärken und das irrtümliche Bild des*der “Täter*in” zu durchbrechen.

Hintergründe

Die Landwirtschaft und damit verbunden ein gesunder Boden, sauberes Wasser, gerechte Arbeitsbedingungen und Nachhaltigkeit in allen Sinnen sind für alle Menschen eine Lebensgrundlage, ein essenzielles Gut. Leider wird der bäuerlichen Tätigkeit und den daraus entstehenden Produkten meist keine grosse Wertschätzung mehr entgegengebracht. Wir haben ganz einfach die Verbindung verloren, wissen nicht mehr, welchen Wert dem Kultivieren unserer Lebensmittel zugeschrieben werden sollte und sind so nicht mehr bereit, faire Preise zu bezahlen. Im Grossverteiler kaufen wir täglich viel zu viele günstige Lebensmittel, geblendet, damit eine “heile Landwirtschaft” zu unterstützen. Hochglanzwerbung verspricht uns, mit einem gekauften Bioprodukt die Welt gerettet zu haben, gleichzeitig werfen wir über 60% unseres produzierten Gemüses weg und spritzen jährlich 1400 Tonnen Pestizide auf unsere Felder. Mit Kunstdünger und intensiviertem Maschineneinsatz wir die “Produktivität” gesteigert, Hybridsaatgut verspricht angeblich sicherere Ernten und täglich “sterben” drei bis vier Bauernbetriebe weg. Verkehrte Welt. 

Eine andere Landwirtschaft muss her – vielfältig, zukunftsfähig sowie sozial und ökologisch tragbar. In unserem heutigen Verständnis und der aktuellen Situation scheinbar radikal. Doch es ist die einzige Möglichkeit, unsere Lebensgrundlage langfristig zu erhalten. Bäuerinnen, Bauern und Konsument*innen – zusammen können wir es schaffen.


Werte und Forderungen

Klimagerechtig
keit
.
–

durch eine ökologische und solidarische Landwirtschaft müssen andere Menschen, unsere Böden und die Tierwelt nicht unter den Auswirkungen unseres Produktions- und Konsumverhaltens leiden.


Faire Preise.
–

wenn Bäuerin und Bauer einen gerechten Preis für Arbeit und Produkt erhalten, kann das System nachhaltig sozial und gerecht funktionieren.


Pflanzliche
Produktion.
–

durch eine vermehrt pflanzliche Produktion können ökologische und gesundheitliche Folgen stark vermindert werden.

Agrarökologie.
–

durch eine regenerative und permakulturelle Landwirtschaft kann die Bodenfruchtbarkeit langfristig gewährleistet werden.


Food waste.
–

würde die Schweiz ihre Überschüsse zu Produkten verarbeiten, würde ein grosses ökologisches Problem gelöst.


Direktver
marktung.
–

durch vermehrten direkten Handel kann die Wertschöpfung der Bäuerinnen und Bauern erhöht und die Verbindung zu Konsument*innen verstärkt werden.

gesundheit.
–

durch eine Landwirtschaft frei von synthetischen Pestiziden können Grundwasser und Böden sauber gehalten und die Bodenfauna erhalten werden.


Ernährungs
souveränität.
–

durch eine dezentrale und kleinstrukturierte Landwirtschaft kann eine nachhaltige Versorgung sicher und souverän gewährleistet werden.

biodiversität.
–

durch eine vielfältige, sortenechte Saat kann die Biodiversität erhalten werden. Diese ist die Grundlage für ein stabiles Ökosystem.


Saisonalität.
–

durch eine vermehrt saisonale Ernährung wird nachhaltig konsumiert und die lokale Produktion gefördert.

 

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